Nicht nur Fussball & Dosenbier

von Jens Behrens (Kommentare: 0)

Ich möchte an dieser Stelle mit etwas anderem beginnen als sonst:

Bernd GerkenIn der Nacht von Samstag 15. auf Sonntag 16. Oktober verstarb bei einem tragischen Unfall Bernd Gerken. Er ist nicht nur mein Kollege aus Soltau gewesen sondern ein Freund und Leidensgenosse unseres HSV. Einen großen Teil seiner Freizeit widmete er dem HSV und damit unserem Verein. Als Teil des Fanklubs "Der Nord hebt ab / DNHA" organisierte er Ausflüge mit Kids und wendete viel Zeit und Energie für die schwarz-weiß-blauen Farben auf. Mit dem Heimspiel gegen Frankfurt bleibt sein Platz in der Kurve nun leer. Keine Busfahrten ins Stadion, keine Bootstour von Hohnstorf und keine Urlaubsreise zum Saisonvorbereitungs-Trainingslager - alles vorbei und Geschichte...


Ich möchte hier mal zum Ausdruck bringen, wie schade ich es finde, dass solche Menschen bei unserem HSV unerwähnt bleiben und damit sang- und klanglos von uns gehen, ohne dass jemals groß Notiz von Ihnen genommen wäre. Dabei sind es in meinen Augen doch gerade diese Menschen, die unseren Verein über Wasser halten. Denn sie bringen Kinderaugen zum Leuchten, lassen uns und andere gemeinsam einzigartige Momente erleben und führen den "großen" HSV hinaus auf's Land, in die verschiedensten Regionen und entferntesten Teile der Republik - manchmal sogar darüber hinaus in die große weite Welt.


Nicht die Spieler, Trainer, Funktionäre - nein die Basis sorgt dafür, dass der HSV lebt und seine Identität behält. Ich verneige mich deshalb in stillem Gedenken vor Bernd und wünsche ihm, dass er einen guten Platz da oben hat, um mit Hermann Rieger zusammen seinem HSV und seinen Jungs im Volkspark die Daumen drücken zu können. Mein Mitgefühl gilt seinem Sohn, seiner Frau, der Familie, den Freunden und dem Fan-Klub "DNHA".

 

HSV

Thema Fahrtbericht:

Auf Grund der eigentlich zu erwartenden Verkehrslage hatte ich die Abholtour an diesem 21. Oktober 2016 für 16.15 Uhr angesetzt. Und damit ging es über unseren Hamburger Feuerteufel zu unserem Brillenträger aus "Hof ihm sein Koh" und zum Zevener Alkohol-Dealer TM. Nach kurzem Plausch mit den Zevener Feuerwehrkameraden, die gerade dabei waren, ihren diesjährigen Laternenumzug vorzubereiten führte uns der Weg zum Heizungsraum nach Hatzte (Markus musste sich wohl vor Fahrtbeginn noch ein wenig aufwärmen) und dann ging es noch zurück nach Elsdorf,wo wir Cord und Steffi einsammelten. Kurz nach 17.00 Uhr waren wir schließlich auf der A1 Richtung "schönste Stadt der Welt", wo wir entgegen früherer Fahrten ohne technische Probleme um 18.15 Uhr auch unseren Parkplatz erreichten. Die Verkehrslage gestaltete sich doch wesentlich entspannter als gedacht. Das Wetter hielt sich sprichwörtlich bedeckt und nur vereinzelt tröpfelte es ein wenig aus dem Himmelsgrau heraus. So hatten alle genug Zeit für die ein oder andere Kaltschorle. Vielleicht hätten wir sogar noch länger beim Bully bleiben sollen, denn im Stadion durfte Markus feststellen, dass statt Köpi Bitburger ausgeschenkt wird.Das Spiel war im Nachhinein wohl genauso schlecht wie das Bier. Egal - unsere Leute waren mit Gerstensaft ausreichend versorgt. Nahezu jeder hatte sein "Täschchen" dabei.

 

In den ersten 45 Minuten war ich eigentlich noch ganz hoffnungsfroh, trotz der Verletztenmisere mit einem halbwegs akzeptablen Ergebnis die Rückfahrt antreten zu können. Das änderte sich bekanntlichschlagartig in der zweiten Halbzeit. Diekmeiers "Blackout" und die hieraus resultierende Unordnung führten schließlich in das Total-Versagen der Hamburger Millionäre. Aber auch der Trainer muss sich in meinen Augen bei den Wechseln mal hinterfragen. Nicht Halilovic sondern insbesondere die "Flügelzangen" Kostic und Müller war ein Totalausfall. Keine Power, keine Offensiv-Aktionen und erst recht kein Durchsetzungsvermögen. Somit konnte Halilovic gar keine Raumgewinne machen und es konnten auch keine Bälle in die Sturmspitze gelangen. Der (verletzungsbedingte) Wechselvon Waldi für Spahic grenzte dann schon an einer Kamikaze-Taktik. Warum in Unterzahl nicht Sakai kommt - das muss man mir erst mal erklären! Das Unheil nahm jedenfalls seinen Lauf. Mit jeder Aktion wuchs der Frust in der Kurve. Bierbecher flogen und der Anhang tobte. Es kam zu ersten Scharmützeln im Bereich 24a und sprichwörtlich um ein Haar wäre wohl ein Rastalocken-Träger seiner Haarpracht entledigt worden..."Ruhig Brauner!" brrrr

 

Den Schlusspfiff und das gellende Pfeifkonzert der Fans hat ein Teil unserer Crew schon nicht mehr im Stadion erleben können. Sie waren frühzeitig zum Bully aufgebrochen. Das Verlassen der Stadionstraße gestaltete sich ebenfalls schwierig. Drei Frankfurter "Fans" meinten, sich mit unserem Bully anlegen zu müssen und Tille-Brille war noch gezwungen, seine Sehhilfe zu suchen. Aber wenigstens unserer Gastfahrerin Steffi hat es nach eigenen Angaben mehr als nur ein bisschen gefallen ;-)

 

Ich konnte trotz des fast geschlossenen Elbtunnels und Markus' Pippipause schließlich um kurz nach 0.00 Uhr den Schlüssel rumdrehen und einen Haken hinter meiner ersten Fahrt in der Saison 2016/2017 machen. Es beschleicht mich jedoch das Gefühl, es könnte eine der letzten in der Bundesliga werden... Wollen wir es mal nicht hoffen! Aber es verbleibt ja noch ein wenig Zeit und deshalb verabschiede ich mich jetzt mal mit

 

"Bis zur nächsten!"

 

Euer

Jens

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