Den Kampf annehmen

von Cord Behrens (Kommentare: 0)

HSV

Bayer LeverkusenSamstag 1. November 2014, für mich das erste Bundeliga-Heimspiel der neuen Saison und ich durfte wegen des Ausfalls von Thomas auch gleich als Fahrer ran. Das Wetter war für einen ersten November mit über 20 Grad Außentemperatur einfach super und mit den „Pillendrehern“ aus Leverkusen sollte auch an diesem Tag auch Hakan Calhanoglu nach Hamburg zurückkehren. Ein Wiedersehen mit unserem ehemaligen Hoffnungsträger, das wohl kaum einer so schnell vergessen sollte, doch dazu später mehr.

 

Zuerst einmal machte ich mich um 11:45 Uhr zusammen mit Christian Heidrich in Elsdorf auf den Weg um die Übrigen Mitfahrer des Tages einzusammeln. In Hofkoh stieg Sven Tille ein und erfüllte augenblicklich den gesamten Bus mit einem Geruch der eine recht ungewöhnliche Mischung aus reinem Alkohol und altem Fritten-Fett war. Kann man einen besseren Beifahrer haben? Ich glaube nein! War Sven doch bereits in jeder Hinsicht satt und zufrieden und konnte sich ganz auf seine Aufgabe als DJ konzentrieren. Echt perfekt oder?

 

In Zeven stieg dann Sönke Carstens ein, gefolgt von Michel Frank in Rüspel und schließlich Markus, Elli und Collin Mahnken in Elsdorf. Da meine Mitfahrer nicht ausreichend Proviant eingepackt hatten, durfte ich wie in alten Zeiten in Sittensen bei REWE den ersten Zwischenstopp einlegen. Nachdem alle ihre Einkäufe erledigt waren, ging es zurück auf die A1 und ohne Zwischenstopp innerhalb von nicht mal einer halben Stunde nach Hamburg zu unserem Stammparkplatz.

 

Dort wurden flink Tische und Bänke aufgebaut und das eine oder andere Kaltgetränk verzehrt. Auch unsere Freunde aus Lüneburg trafen nach einiger Zeit ein und so konnten wir noch ein wenig plauschen, bevor wir alle gemeinsam gen Stadion gingen.

 

Im Stadion herrschte eine besondere Atmosphäre, die Presse hatte im Vorfeld einiges zur Rückkehr von Hakan Calhanoglu geschrieben. Sein Abgang nach Leverkusen war mehr als unglücklich gewesen und alle Äußerungen, die Hakan in den Medien getätigt hatte, waren alles andere als geeignet um uns versöhnlich zu stimmen. So kam es wie es kommen musste. Er wurde sobald er sich zeigte mit Hohn und Spott übergossen und konnte sich verschiedenster Verachtungsbekundungen der HSV-Fans sicher sein.

 

Wir sahen dann ein Spiel, bei dem es richtig zur Sache ging. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und so gab es ein extrem kampfbetontes  Spiel. Rafael van der Vaart erzielte in der 26. Minute nach einem Foul an Marcell Jansen per Elfmeter die Führung. Dieses Tor sollte Spiel entscheidend bleiben und den HSV am Ende als glücklichen Sieger vom Platz gehen lassen, da Karim Bellarabi in der Nachspieltzeit zum Glück nur den Pfosten traf.

 

Im Nachhinein heulen die Leverkusener nun zu allem Überfluss auch noch rum sie wären vom Schiri ach so schlecht behandelt worden. Liebe Leverkusener was soll ich sagen, Ihr habt recht! Mindestens zwei mal ist Euch die Rote Karte völlig zu unrecht vorenthalten worden und die gelbe Pappe hättet Ihr auch viiiiel öfter bekommen müssen. Das ist schon echt eine Sauerei gewesen, dass das nicht geklappt hat. Aber nehmt es nicht so schwer, nach wie vor seid ihr gemeinsam mit S04 die unfairste Mannschaft der ersten BL. Siehe Anti-Fairplay-Tabelle. Kopf hoch wenn Ihr Euch richtig reinhängt, dann schüttelt Ihr Schalke am nächsten Spieltag auch noch ab...

 

Nach dem erkämpften Sieg war unsere Stimmung natürlich unglaublich gut und so fuhren wir noch zu Dito tranken dort ein paar Bier und machten uns erst danach auf den Rückweg. Unterwegs trafen wir bei einer kleinen Pinkelpause sogar noch die Jungs und Mädels des Sittensener Bully’s und kehrten dann in Erinnerung an alte Zeiten in Sittensen beim „Würger-King“ ein.

 

Hier hatte nun Sven seinen großen Auftritt als er messerscharf feststellte: „Sagt mal Mädels (gemeint waren die zwei Mädels mit künstlich rot gefärbten Haaren hinter dem Tresen), kann es sein dass man bei Euch nur mit roten Haaren hinter den Tresen darf?“ Sven hatte unsere Lacher und den Zorn der zwei Damen unmittelbar auf seiner Seite. Habe seit Schöni's grandiosem Auftritt in dem Fritten-Tempel nie wieder so dumme Gesichter gesehen, echt jetzt.

 

Nachdem alle gegessen hatten brachte ich Sven zu Kasso, Sönke nach Nartum und alle anderen zum E-Hof.

 

Für mich war um 20:45 Uhr die Fahrt zu Ende und ich war und bin überglücklich drei Punkte mit nach Hause gebracht zu haben.

 

In diesem Sinne, freue ich mich schon auf den nächsten Sieg!

 

Nur der HSV, Cord.

 

P.S.: Es wäre schön wenn unsere Mannschaft immer so fighten würde, wie sie es in diesem Spiel gemacht hat. Es war vielleicht nicht schön, aber dafür effizient und auf seine ganz eigene Weise mitreißend.

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